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Bimatoprost ist leicht zu verwechseln, weil es drei separate Geschichten hat. Als Augentropfen ist es EU-weit zur Behandlung von Glaukom zugelassen. Als Wimpernserum ist es in einigen Märkten außerhalb der EU zugelassen. Auf der Kopfhaut gegen Haarausfall angewendet, ist es keines von beidem — Hi-Doctors Ärzte verschreiben es nicht dafür.

Was es ist

EU-weit unter dem Markennamen Lumigan zur Senkung des Augeninnendrucks bei Glaukom und okulärer Hypertension zugelassen.
Bimatoprost hat keine EU-Marketinggenehmigung für Haarausfall auf der Kopfhaut. Es kann ein zugelassenes Medikament für etwas anderes sein oder in einem anderen Land zugelassen — aber nicht etwas, das ein Arzt hier dafür verschreiben kann.

Wirkweise

Bimatoprost ist eine künstlich hergestellte Version einer natürlichen körpereigenen Substanz namens Prostaglandin. Im Auge hilft es, Flüssigkeit abzuleiten, sodass der Druck im Auge sinkt. Am Augenlid wird angenommen, dass es die Wachstumsphase des Wimpernhaarzyklus verlängert.

Was die Studien berichtet haben

Jeder NCT-Identifier verlinkt auf seinen ClinicalTrials.gov-Eintrag. Eine Ergebnisveröffentlichung ist nicht dasselbe wie eine begutachtete Publikation.
Die einzige Studie hinter der Anwendung von Bimatoprost auf der Kopfhaut sind über das Register veröffentlichte Ergebnisse einer einzigen sechsmonatigen Phase-2-Studie (NCT01904721, Bimatoprost bei Männern mit androgenetischer Alopezie). Der öffentliche Eintrag bezeichnet die Konzentrationen nur als „Lösung 1” und „Lösung 2” — es gibt keine veröffentlichte, begutachtete Auswertung, und Bimatoprost hat keine Marketinggenehmigung für Haarausfall auf der Kopfhaut in der EU oder anderswo.

Was berichtet wurde

Diese Zahlen stammen aus der EU-zugelassenen Augentropfen-Formulierung (Lumigan), nicht von der Anwendung auf der Kopfhaut — es gibt keine gleichwertigen Sicherheitsdaten für die Kopfhaut.

Verfügbare Alternativen zum Haarwuchs

Da Bimatoprost hier keine Option ist, prüfen Hi-Doctors Ärzte jeden Fall gegen die Behandlungen, die eine EU-Zulassung für Haarausfall haben:

Orale Finasterid

Ein 5-Alpha-Reduktase-Hemmer, der täglich eingenommen wird. Ein Arzt kann es nach Prüfung Ihrer Krankengeschichte und Ausschluss von Kontraindikationen verschreiben.

Orale Minoxidil

Niedrig dosiert, von einigen Dermatologen Off-Label verwendet. Erfordert enge medizinische Überwachung auf mögliche kardiovaskuläre Wirkungen.

Topische Minoxidil

Lösung oder Schaum, direkt auf die Kopfhaut aufgetragen. Kann mit anderen Wirkstoffen in einer Rezeptur kombiniert werden.

Dutasterid 0,5 mg

Ein stärkerer 5-Alpha-Reduktase-Hemmer. Vorbehalten für bestimmte Fälle, immer unter ärztlicher Bewertung. Siehe die Dutasterid-Seite.

Personalisierte Rezeptur

Eine individuelle Zubereitung, die Finasterid, Minoxidil, Tretinoin oder andere Wirkstoffe kombinieren kann, von Apotheken nach ärztlicher Verschreibung hergestellt.

Wie Hi-Doctor damit umgeht

Ein lizenzierter Arzt entscheidet von Fall zu Fall und verschreibt nie ohne Bewertung. Speziell für Bimatoprost bedeutet das, Ihren Fragebogen zum Haarwuchs zu prüfen und eine gleichwertige Behandlung vorzuschlagen, die eine EU- Zulassung hat — wie topisches Minoxidil — anstatt ein Rezept für Bimatoprost selbst auszustellen. Siehe wie eine Konsultation abläuft und die Behandlungsbereiche, die Hi-Doctor abdeckt.

Quellen

  • EMA EPAR — Lumigan (Bimatoprost Augentropfen), EMEA/H/C/000391, zugelassen in der EU für Glaukom und okuläre Hypertension
  • EMA — Lumigan Fachinformation (SmPC)
  • FDA-Kennzeichnung — LATISSE (Bimatoprost ophthalmic solution) 0,03 %, indiziert für Hypotrichose der Wimpern (nur USA)
  • ClinicalTrials.gov — NCT01904721, Bimatoprost bei Männern mit androgenetischer Alopezie (Ergebnisse)

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Konsultation zum Haarwuchs

Beantworten Sie den Fragebogen zum Haarwuchs, und ein registrierter Arzt prüft ihn. Er entscheidet, ob eine Behandlung geeignet ist, welche und in welcher Dosierung — und eine Ablehnung ist ein normales Ergebnis. Siehe was es kostet und wie die Prüfung abläuft.
Diese Seite dient als Referenz, nicht als medizinische Beratung und nicht als Rezept. Ob ein Medikament für Sie geeignet ist, entscheidet ein registrierter Arzt nach Prüfung Ihrer Konsultation.